Klaviertrio WürzburgDas Klaviertrio Würzburg zählt zu den arriviertesten seiner Art. Seit der Gründung im Jahr 2001 haben die Schwestern Katharina Cording, Karla-Maria Cording und der Cellist Peer-Christoph Pulc stetig ihre Fähigkeiten erweitert und verfeinert: in ihrer Klanglichkeit wirken sie wie aus demselben Guss. Die Presse konstatierte „herausragende Kompetenz“, „imponierende und temperamentgeladene Virtuosität“ im Verein mit „hellwacher Spontaneität“ und „mitreißendem Schwung“ als Ergebnis jahrelanger Arbeit und Konzertierens.

Das Trio gibt ganzjährig Gastkonzerte im In- und Ausland und im Rahmen vieler renommierter Festivals. So war es u.a. zu hören im Münchner Gasteig, der Nürnberger Meistersingerhalle, open-air vor dem Bode-Museum in Berlin, in der Friedrich-Ebert-Halle Hamburg, im Wildt‘schen Haus Basel, Musée des Beaux Arts Caen oder in der Dresdner Frauenkirche. Es ist außerdem aufgetreten bei den Mendelssohn-Festtagen Leipzig, dem Heidelberger Kammermusikfestival, beim Hohenloher Kultursommer, Oberstdorfer Musiksommer, den Jüdischen Kulturtagen Bad Kissingen, Bayreuther Festspiel-Soiréen, Mozartiade Augsburg, Festival Goslar-Harz, Orlando Festival in den Niederlanden, Musik in Marais Paris, den Würzburger Bachtagen und beim Mozartfest Würzburg.  Das Würzburger Klaviertrio spielte auch zur Verleihung des Deutschen Kulturpreises an Daniel Barenboim in der Münchner Allerheiligen-Hofkirche.
2015 veröffentlichte das Klaviertrio Würzburg seine vierte CD mit Werken von Carl Maria von Weber, Franz Liszt, Heinrich Wilhelm Ernst, Gabriel Fauré, Isang Yun u.a. Beim Label keferstein records sind außerdem erschienen: Saint-Saëns/ Dvořák (2012), Brahms/ Zilcher (2008), Mendelssohn/ Chopin/ Liszt (2005).

Aufnahmen des Ensembles wurden von mehreren Rundfunksendern ausgestrahlt, so u.a. beim BR, NDR, WDR 3, MDR, Deutschland Radio Kultur.

In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Ulrich Konrad präsentiert das Trio alljährlich in der Würzburger Residenz einen Kammermusikzyklus. In diesem Rahmen kamen beispielsweise alle Klaviertrios von Beethoven einschließlich des Tripelkonzerts, Dvorák, Schumann und Brahms zur Aufführung. Das Repertoire des Ensembles umfasst derzeit über 70 Klaviertrios, darunter einige selten aufgeführte Werke, aber auch zeitgenössische Kompositionen von Erkki Sven Tüür oder Thomas Stöß.

Zu Beginn ihrer Laufbahn studierten die drei Musiker bei Prof. Hatto Beyerle in Hannover und danach bei Prof. Sören Uhde in Würzburg. In Meisterkursen hatten sie Unterricht bei Menahem Pressler, Siegfried Palm und dem Voces-Quartett.


Katharina Cording Die Geigerin Katharina Cording studierte bereits mit zwölf Jahren an der Musikhochschule ihrer Heimatstadt bei Prof. Conrad von der Goltz. Zwei Jahre später durfte sie Wanda Wilkomirska in Mannheim vorspielen und wurde ihre Schülerin. Sie gewann mehrere Preise bei Jugendwettbewerben und begann, insbesondere im Duo mit ihrer Schwester Karla-Maria, zu konzertieren. Später kamen solistische Konzerte mit Orchester hinzu, u.a. in der Bremer Glocke (Paganini 2. Violinkonzert), außerdem Auftritte beim Schleswig-Holstein-Festival, der Villa Karol Szymanowskis in Zakopane oder dem Festival Musique au Marais in Paris. Ihr Diplom „mit Auszeichnung“ erhielt sie am Mozarteum in Salzburg, wo sie ein Jahr bei Prof. Helmut Zehetmair und Prof. Ruggiero Ricci studierte. Den größten Teil ihres Studiums verbrachte sie jedoch an der Würzburger Musikhochschule als Studentin der Klasse Prof. Sören Uhde, wo sie auch die Meisterklasse absolvierte. Sie lehrt an der Universität und an der Hochschule für Musik Würzburg.


Peer-Christoph Pulc Der Cellist Peer-Christoph Pulc ist gebürtiger Berliner. Im Alter von fünf Jahren erhielt er ersten Unterricht auf dem Violoncello, außerdem malte er, begeisterte sich für Mathematik und segelte auf der Ostsee. Sein Musikstudium führte ihn über die Musikhochschule Lübeck nach Würzburg, wo er seine beiden Trio-Partnerinnen kennenlernte. Bereits während des Studiums bei Prof. Jörg Metzger verstärkte er das Orchester des Landestheaters Coburg. Auch spielte er viel zeitgenössische Musik, u.a. bei den „Tagen Neuer Musik“ in Würzburg. Mit dem künstlerischen Diplom in der Tasche bewarb er sich daher in Mannheim und absolvierte dort als Student von Prof. Michael Flaksman und Prof. Siegfried Palm die Meisterklasse. In der Abschlußprüfung spielte er „Schelomo“ von Ernest Bloch mit dem Hochschulorchester. Des Weiteren erhielt er viel Inspiration auf Meisterkursen von Heinrich Schiff, David Grigorian, Boris Pergamenschikow, Arto Noras, Victoria Yagling und Eleonore Schoenfeld. Er konzertiert häufig solistisch, ist ein gefragter Pädagoge und unterrichtet Violoncello sowie Kammermusik an der Universität Würzburg.


Karla-Maria Cording Die Pianistin Karla-Maria Cording erspielte sich schon in früher Jugend zahlreiche Preise bei Klavier-Wettbewerben. Als Elfjährige wurde sie in die Klasse von Prof. Marta Sosinska aufgenommen. Bald darauf durfte sie in Hochschulabenden mitwirken. Nachdem sie, mittlerweile Schülerin von Vassilia Efstathiadou, den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ als Siegerin ihrer Altersgruppe gewonnen hatte, folgten Auftritte in der Kölner Philharmonie, in Meran, auf Kreta, bei der EXPO Hannover und erste Rundfunkaufnahmen. In Hannover trat sie nach dem Abitur ihr Studium bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling an. Den Kammermusikteil der Abschlußprüfung legte sie mit ihren beiden Kollegen vom Klaviertrio Würzburg ab, mit dem sie bereits konzertierte. An der Hochschule für Musik und Theater in München studierte sie bei der Pianistin Prof. Margarita Höhenrieder, außerdem Musikwissenschaft und Musikpädagogik an der Universität Würzburg, wo sie zur Magistra Artium graduierte. Als Liedbegleiterin sammelte sie wertvolle Erfahrung bei Kursen der Deutschen Schubert-Gesellschaft. Sie arbeitet in Würzburg – hier unterrichtet sie Klavier und Kammermusik an der Universität – und Stuttgart.